Welpentagebuch C-Wurf *22.4.2015

Hier, im Welpentagebuch dokumentieren wir die Entwicklung unseres C-Wurfes,
beginnend mit der Geburt der Welpen.

Die neuen Einträge werden dabei immer oben eingefügt... also bitte zum Anfang des Welpentagebuchs einfach ganz nach unten scrollen.

Die Gewichtstabelle wird einmal wöchentlich aktualisiert, so bekommt man
einen Überblick über die wöchentliche Gewichtsentwicklung der Welpen

Von Zeit zu Zeit stellen wir auch Videos online :-)



22. Juni 2015 -  Tag 61

Fünf Welpen haben uns inzwischen verlassen und sind bereits gut in ihrem neuen Zuhause angekommen - Näheres dazu in Kürze auf einer eigenen Seite der Welpen: C-Wurf - alle 12

21. Juni 2015 -  Tag 60

So viel ist geschehen inzwischen. Ein großer Wurf bedeutet mit zunehmendem Alter auch eine besondere Betreuung, daher hat es Zeit gebraucht, bis zu diesem Eintrag.

Die Welpen wurden vierfach entwurmt (30.4., 14.5., 28.5., 12.6.), wir haben ihnen mehrfach die Krallen geschnitten (nach Bedarf), sie bekamen am 15.6. die erste Grundimmunisierung, sie erlebten am 16.6. die Wurfabnahme durch den Zuchtverband (ÖRC) und sie wurden umfassend sozialisiert (Besuch von Menschen jeder Altersgruppe - vom Kleinkind bis zum Senior; Besuch von rudelfremden Hunden - die Quincey und wir gut kennen, Doppelpfiff zum Herankommen, neue Umgebung drinnen und draußen, erste Erfahrungen mit Halsband und Leine, Auto fahren, erste Apporte mit Dummys und Felldummys, Haushaltsgeräte, Gartengeräte, Verkehrsgeräusche, Spielgeräte, Wasser, Autorampe uvm. im Welpengarten. Zudem haben wir uns bemüht, erste Anlagen zur Stubenreinheit zu fördern, indem die kleinen Racker in der Nacht vom Welpezimmer aus einen Zugang nach draußen in den Welpengarten haben. Sie haben hier jedes Wetter miterlebt und zeigten sich auch bei Gewitter nicht schreckhaft.

Wir haben die kleinen Flatis auch auf Verschiedenes "getestet", um die Eigenschaften möglichst gut einschätzen bzw. um unsere weiteren Beobachtungen dadurch ergänzen zu können.

Am 14. Juni war Papa Riley zu Besuch - es war so nett!

Zur Wurfabnahme am 16. Juni: Es wurde die Zuchtstätte begutachtet und es wurden alle Welpen sowie die Mutterhündin genau angeschaut. Alles war bestens! Wir freuen uns, dass bei allen Rüden die Hoden abgestiegen waren, dass bei allen Welpen das Milchgebiß, die Pigmente (Augen) und auch alles weitere in Ordnung waren. Das Gewicht reicht von 5880 g bis 7730 g. Die Welpen werden als "sehr gut sozialisiert, sehr menschenbezogen und aufgeweckt" beschrieben, der Mutterhündin wird ein "ausgezeichneter Zustand und ein sehr schönes Haarkleid" attestiert. Wir freuen uns sehr darüber! :-)

Zur Namensgebung: Bis zur Wurfabnahme bekamen die kleinen Flatis ihre offiziellen und vielfach auch bereits ihre Rufnamen. Näheres dazu auf einer eigenen Seite: C-Wurf: - alle 12


3. Juni 2015 -  Tag 42

Gestern wurden die Welpen geschippt und bekamen die Puppy-Impfung. Sie waren sehr brav und tapfer, die Kleinen... Ab jetzt werden wir auch vierbeinigen Besuch einladen, damit die Welpen rudelfremde Hunde kennenlernen. Es sind dies Hunde, die Quincey gut kennt und die sehr verträglich sind - das vesteht sich von selbst. Ganz besonders freuen wir uns schon auf den Besuch von Papa Riley...

Mr. Orange auf dem Wackelbrett

Die Prägung auf Menschen setzen wir natürlich fort. "Unsere" zukünftigen Welpenbesitzer besuchen unsere Welpen bereits seit der vierten Lebenswoche regelmäßig, aber auch Kinder, Jugendliche und Erwachsene jeden Alters, damit die Babys diesbezüglich ein möglichst umfassendes Erfahrungsrepertoire mitbekommen. Es ist ihnen bereits eine sehr positive Prägung auf Menschen anzumerken, sie gehen offen, freundlich und neugierig auf ihnen bekannte, aber auch auf fremde Personen zu. Es ist herrlich zu sehen, wie sie - flattypisch - ihre Begrüßungsrituale pflegen.

Gestern lieferte uns unser Tischler die bestellten Welpenspielgeräte: eine Hängebrücke und ein Wackelbrett. Sie wurden im Laufe des Nachmittags und Abends genauer unter die Lupe genommen und eifrig ausprobiert. :-)


2. Juni 2015 - Tag 41

Viel zu schnell vergeht die Zeit... die kleinen Racker entwickeln sich prächtig. Nicht nur in Bezug auf das physische Wachstum, sie werden mutiger, entdeckungsfreudiger und laufend geschickter. Inzwischen wird Spielzeug schon selbstverständlich apportiert und die Wurfgeschwister dienen nicht mehr nur als "Wärmequelle" sondern zunehmend als Spielgefährten. Der Welpengarten bietet Anreiz und Abwechslung in Bezug auf den Untergrund, die Umweltreize (Verkehr, Gartengeräte, verschiedene Temperaturen und Wetterzustände) und Spielmöglichkeiten. Inzwischen nutzen die Babys schon den gesamten Bereich des Welpengartens (und dieser ist groß!) aus. Besonders gern liegen sie an warmen Tagen auf der kühlen Erde unter dem Baumhaus, aber sie laufen auch durch die beiden Tunnelröhren oder klettern auf der Rampe und den Holzbalken herum. Seit 3 Tagen steht auch eine "Bademöglichkeit" in Gesalt einer befüllten Kunststoffwanne (10 cm hoch, 90 x 50 cm breit) zur Verfügung, diese wird  bisher jedoch weniger zum Baden als vielmehr zum Trinken verwendet. :-) Bei unserem Tischler haben wir zwei weitere Spielgeräte für den Welpengarten in Auftrag gegeben und freuen uns schon darauf, diese in den nächsten Tagen dazustellen zu können - es ist eine Hängebrücke und ein Wackelbrett. Wir bevorzugen - wenn möglich - naturnahes Material...

Quincey hat bereits begonnen, ihre Kinder von der Muttermilch etwas zu entwöhnen, sie säugt sie nur noch wenige Male täglich. Wir füttern vier Mal täglich - immer zu den gleichen Zeiten - zu und möchten den kleinen Flatis bereits einen Rhytmus angewöhnen. Sie bekommen ihre letzte Mahlzeit um 20:30 Uhr, danach haben sie noch ausreichend Zeit, um sich zu lösen und zu spielen. Wenn sie dann müde werden und sich niederlegen, das ist meistens ca. 21:30 Uhr, bringen wir sie hinein ins Welpenzimmer, wo sie die Nacht in zeitgerecht die Liegeplätze im Welpengarten frisch ein und bereiten das Futter vor und nach dem "Aufwachen" gehen wir mit den Welpen dann hinaus in den Welpengarten. Dort bekommen sie dann ihre erste Mahlzeit. Die Welpen bekommen bei uns eine Mischfütterung, also einerseits hochwertiges Trockenfutter (eingeweicht in abgekochtem Wasser) und andererseits Rohfutter, zum Beispiel Kutteln, in Streifen geschnittene Schulterblätter vom Rind uvm.

Inzwischen lösen sich die Kleinen nahezu ausschließlich in der Wiese des Welpengartens, sie haben sehr schnell gelernt zwischen Ruhe- und Löseplatz zu unterscheiden. Sie wurden inzwischen erneut entwurmt und heute steht das Chippen und die Puppy-Impfung an. Diese sollte bzw. kann im Alter von 6 Wochen durchgeführt werden und schützt vor Parvovirose: "Es handelt sich um eine besonders häufig auftretende Krankheit, die durch Parvoviren verursacht wird. Da diese Erreger extrem widerstandsfähig sind und Monate bis Jahre in der Außenwelt überleben können, wird die Parvovirose nicht nur durch Kontakt von Hund zu Hund, sondern häufig über den Menschen und leblose Gegenstände übertragen. Die Erkrankung kann rasant verlaufen und innerhalb von wenigen Stunden zum Tod durch Herzmuskelentzündung führen. Heute treten jedoch vornehmlich Magen-Darm-Entzündungen auf. Sie äußern sich in anfänglichem Fieber, begleitet von starkem Erbrechen und Durchfall, der wässrig, schleimig oder blutig sein kann. Die Tiere fressen nicht, sie magern schnell ab und verlieren viel Flüssigkeit, was schließlich zum Tod führt." (Quelle: http://www.deinetieraerztin.at/impfungen/impfungen-fuer-hunde, 2.6.2015). Wir impfen unsere Welpen dagegen, weil wir 3 erwachsene Hunde haben, mit denen wir spazieren gehen und die entsprechende Erreger übertragen können; weil wir Welpenbesucher haben und nach der Puppy-Impfung auch Besuchshunde empfangen, die ebenfalls alle Erreger übertragen können.


18. Mai 2015 - Tag 26

Die Entwicklung der Kleinen schreitet unaufhörlich voran. Inzwischen sind sie recht s icher auf ihren Beinen und beginnen sich stärker für ihre Umgebung zu interessieren. Waren sie bisher primär fokussiert auf die Nahrungsaufnahme und auf Wärme, so nehmen sie uns inzwischen intensiver wahr und beginnen auch mit uns zu 'spielen.' Es wird alles erkundet und gerne angeknabbert, was in Reichweite ist...

Die kleinen Flatis zeigen sich sehr geschickt beim Zufüttern und nehmen alle - ausnahmslos - die kleinen Fleischportionen sehr gerne an und vertragen sie auch ausgezeichnet. Wir bestellen Faschiertes in immer größeren Mengen bei unserem Hausmetzger vor, denn dort wissen wir, wo es herkommt. Wir haben die Welpen zuvor einige Male mit Welpenmilch zugefüttert, aber Quincey hat sie bis zur vollendeten dritten Lebenswoche überwiegend selbst mit Muttermilch versorgt. Mit Beginn der 4. Lebenswoche füttern wir Faschiertes zu, zunächst einmal täglich, inzwischen jedoch zwei- bis dreimal am Tag. Denn die Babys wachsen schnell und benötigen natürlich entsprechende Nährsoffe und wir müssen Quincey ein wenig entlasten. 12 Babys sind eine enorme Aufgabe und sie versorgt sie nach wie vor instinktsicher und sehr liebevoll. Auch ihre Futterrationen sind natürlich enorm gestiegen...

Die Milchzähnchen wachsen bereits und sind deutlich spür- und sichtbar. Wir schneiden den Welpen immer wieder zwischendurch die Krallen und haben sie bereits - gemeinsam mit allen im Haushalt lebenden Tieren - entwurmt.

Auch finden bereits die ersten Besuche statt, die Welpen haben jetzt bereits ihr Immunsystem entwickelt und sind robuster. Zudem nehmen sie ihre Umgebung bewusster wahr. Allerdings passen wir auf, dass sie nicht zu viele Eindrücke auf einmal verarbeiten müssen. Daher teilen wir die Besuche sorgsam ein und bitten alle um Verständnis für die Organiation - im Sinne einer behutsamen Sozialisation der Welpen und im Sinne einer Schonung für die Mutterhündin. Die kleinen Racker brauchen uns mehr und mehr und es ist sehr wichtig, ihnen die Zeit für die Aufzucht und Sozialisation, aber auch für die Pflege und für alles was dazugehört zu schenken. Inzwischen lösen sich die lieben Kleinen, damit steigen auch die Ansprüche an Sauberkeit und Hygiene unsererseits. Je älter die Welpen werden, umso mehr gibt es für uns zu tun.

Gestern waren sie das erste Mal im Welpengarten und haben sich dort sehr schnell eingewöhnt. Sie haben die neue Umgebung vorsichtig erkundet und sich eine Plätze gesucht - ob in der Flybox, im Stoffkennel, in der Kudde, auf dem Vetbed oder auf den Fliesen unter der Holzbank - sie waren überall zu finden. Auch Maja und Emily dürfen allmählich dabei sein, wir werden sie zunehmend in die Welpenschar integrieren.


Prägungsphase 4. - 7. Lebenswoche (13.5. - 10.6.2015)
& sensible Phase 3. bis 15./16. Lebenswoche (6.5. - 5./12.8.)

An dieser Stelle gibt es einige Überschneidungen der verschiedenen Phasen. Man spricht auch von der sensiblen Phase, die von der 3. Lebenswoche bis zur 15./16. Lebenswoche andauert bzw. von der Sozialisierungsphase, die von der 4. bis zur 16. Lebenswoche verläuft. Wir beginnen hier mit der Prägungsphase, da diese sowohl Bestandteil der sensiblen Phase auch Bestandteil der Sozialisierungsphase ist.

Eine Prägung ist in dieser Zeitspanne von entscheidender Bedeutung, da sie nur in diesem Zeitfenster möglich ist. Die Welpen werden auf Menschen, Artgenossen, Gerüche, Geräusche und viele andere Einflüsse geprägt. Eine intensive Beschäftigung mit den kleinen Flatis gehört ebenso zu unseren Tätigkeiten, wie die Bereitstellung verschiedenster Erfahrungsräume (siehe dazu Unsere Zucht). In dieser Phase wird die Qualität der Beziehungen zum Menschen ebenso nachhaltig grundgelegt wie Bindungsfähigkeit, Aggressionsbereitschaft, Motivation, Gesellschaftsbedürfnisse und die Fähigkeit zur Eingliederung in eine Gruppe. Lern- und Erfahrungsräume, Abwechslung und Vielfältigkeit von Reizen spielen hierbei eine große Rolle.

Wir legen allergrößten Wert auf eine möglichst optimale Prägung und Sozialisation unserer Welpen. Daher investieren wir sehr viel Zeit und Mühe in die Aufzucht und in die Bereitstellung vielfältiger Erfahrungsräume - ohne die kleinen Hunde zu überfrachten. Auch hier ist mit Maß und Ziel vorzugehen beziehungsweise: mit Herz und Verstand!

Die kleinen Schwarznasen werden zunehmend aktiver und setzen sich verstärkt mir ihrer Umwelt auseinander. Auch ihre Fähigkeiten verändern sich: sie werden schneller, können ihre Bewegungen besser koordinieren und spielen differenzierter mit ihren Wurfgeschwistern. Wir verbringen viel Zeit mit ihnen, z. B. auch in der Welpenbox und lassen uns von den kleinen Rackern 'entdecken.' Sie sollen möglichst viele positive Erfahrungen mit Menschen machen können.


Übergangsphase 3. Lebenswoche (6.5. - 12.5.2015)

Das Nervensystem entwickelt sich sozusagen entlang des Körpers, beginnend beim Kopf. Dort sind die elementarsten Sinnesorgane sowie das Gehirn angesiedelt. Der Welpe kann zunächst lediglich Pendelbewegungen mit dem Kopf ausführen und mühsam vorwärts robben. In einem nächsten Schritt kann das Hundekind den Kopf positionieren und halten, dann die Vorderbeine aufstellen und die Hinterbeine nachziehen, bevor auch diese aufgestellt werden können. Am Ende der dritten Lebenswoche sind die Welpen in der Lage zu hören, zu sehen, Wärme zu regulieren, ihre  Muskulatur zu koordinieren, bereits erste eigene Neugier zu befriedigen sowie sich eigenständig zu lösen. Zudem entwickelt sich das Milchgebiss, die ersten Zähnchen zeigen sich und sind sehr spitz. Die Entwicklung des Milchgebisses dauert etwa bis zum vierten Lebensmonat an. Erste Spielchen mit den Wurfgeschwistern lassen sich ebenso beobachten wie Knabberversuche anderer Art.

5. Mai 2015 - Tag 13

Nun sind bereits knapp zwei Wochen vergangen und die Welpen haben sich prächtig entwickelt. Fast alle haben ihr Geburtsgewicht  verdoppelt und manche sogar noch mehr zugenommen. Die Augen öffnen sich langsam und die ersten wackeligen Aufsteh- und Gehversuche liegen hinter ihnen. Die kleinen Racker beginnen immer sicherer zu gehen und suchen sich bereits gezieler Schlaf- und Ruheplätze, z. B. unter dem Welpenschutz  - höhlenähnlich. 

Nachdem die Mobilität nun zunimmt und die Babys auch damit begonnen haben, sich zu lösen, haben wir in der Wurfbox eine Zeitungsecke eingerichtet - der erste Schritt für eine Reinheitserziehung, da die Kleinen von Natur aus bestrebt sind, die eigenen Schlaf- und Ruheplätze sauber zu halten. Bis dato war die gesamte Wurfbox mit Vetbeds ausgelegt und ab heute gibt es eben die Zeitungsecke, die im Laufe der Zeit vergrößert bzw. durch eine Box mit Pellets (als weiteres Angebot zur Versäberung) ergänzt wird.

Ab und zu war die Gewichtszunahme sehr gering bzw. haben vereinzelte Welpen über Nacht oder tagsüber an Gewicht verloren, daher haben wir in diesen Fällen mit Welpenmilch zugefüttert. Das war bisher insgesamt vier Mal der Fall. Wenn man bedenkt, dass Quincey mit 9 Zitzen 12 Welpen zu versorgen hat, ist das absolut nachvollziehbar. Wir freuen uns sehr darüber, wie instinktsicher, ruhig und geduldig Quincey diese große Welpenschar versorgt - und das ohne jedes gesundheitliche Problem, sie hat keine Entzündung am Gesäuge zeigt  sonst keinerlei Anfälligkeiten. Sie frißt sehr gut und nimmt sich ihre Auszeiten im Garten oder vor der Wurfbox und hält nach wie vor in hohem Maße die Wurfbox selbst sauber. 

Die Farbmarkierungen der Welpen wurden von uns durch Welpenhalsbänder ersetzt - die Farbzuteilung kann man auch in der Gewichtstabelle nachlesen.Inzwischen haben wir den Welpen auch ein zweites Mal die Krallen geschnitten.

Es ist wunderschön, einen so vitalen Wurf großziehen zu dürfen - wir freuen uns täglich über die Entwicklung der Welpenschar - auch wenn natürlich sehr viel zu tun ist. Denn die Hygiene spielt eine sehr wichtige Rolle und diese bezieht sich nicht nur auf die Welpenbox, sondern auch auf die Mutterhündin und das gesamte Umfeld. Nach wie vor schlafen wir im Welpenzimmer bei den Welpen und Quincey, um eine bestmögliche Betreuung gewährleisten zu können. Quincey möchte in der Nacht immer wieder hinaus - und das soll sie auch dürfen, denn schließlich muss sie enorm viel leisten und diese Auszeiten seien ihr von Herzen vergönnt. Das heißt aber, dass sie anschließend gut gereinigt werden muss, bevor sie wieder zu ihren Babys in die Wurfbox darf.


30. April 2015 - Tag 8

Nun ist bereits die erste Woche vorüber und alle 12 Babys sind vital, mobil und agil. Es ist erstaunlich zu beobachten, wie geschickt sie nach der Nahrungs- und Wärmequelle suchen. Sie navigieren dabei mit ihrem Kopf, der im Vergleich zum übrigen Körper besonders groß ist. Sie heben ihn an und beginnen rundherum zu orten, um zur Muttermilch zu gelangen oder um sich ein feines, warmes Plätzchen zum Schlafen zu suchen. Viele schlafen auch gleich nach dem Säugen mitten unter den Geschwistern oder bei Quincey ein.

Quincey versorgt ihre Welpenschar sehr fürsorglich, instinktsicher sowie mit viel Ruhe und das ist bei so vielen Welpen eine echte Aufgabe, vor allem, da sie nur 9 Zitzen hat. Ihr steht rund um die Uhr Futter bereit und sie bekommt auch zwischendurch mehrmals täglich feine Schmankerl. Quincey verlässt die Wurfbox immer wieder,  tagsüber und auch nachts, um sich davor oder in den Garten zu legen. Ihre bevorzugten Plätze sind die Terasse, die sie direkt vom Welpenzimmer aus betreten kann oder der Steinboden vor der Haustür. Diesen Platz liebt sie besonders.

Wir wiegen die kleinen Racker täglich und stellen fest, dass alle schön zunehmen, wobei die Gewichtszunahme ein wenig variiert. Wenn ein Welpe besonders wenig zugenommen hat, legen wir diesen an den besonders gehaltvollen Zitzen hinten an und 'parken' derweil andere Welpen, die eine höhrere Gewichtszunahme zeigen. Vorgestern haben wir ihne die Krallen das erste Mal geschnitten, damit sie sich nicht gegenseitig und Quincey beim Säugen nicht verletzen. Das geht am besten direkt nach dem Säugen, wenn sie in den "Tiefschlaf" fallen... :-)


26. April 2015 - Tag 4

Alle 12 Welpen und Quincey sind wohlauf. Die kleinen Racker sind allesamt vital und bestrebt, zur Muttermilch zu gelangen. Sie haben auch bereits an Gewicht zugenommen. In den Pausen zwischen den Mahlzeiten liegen sie meistens zu mehreren zusammen, aber manchmal auch vereinzelt: entweder auf der wärmenden Liegeplatte, bei oder auf einer Wärmflasche, bei Quincey oder auch ohne zusätzliche Wärme, denn das Zimmer ist auf 23 Grad geheizt. Die Liegeplatte erwärmt sich automatisch auf Körpertemperatur – aber nur bei Berührung. Wir haben immer 4 bis 5 Wärmflaschen in der Wurfbox und tauschen diese alle 3 – 4 Stunden aus.

Während sich Quincey bis heute morgen noch ausschließlich in der Wurfbox aufgehalten hat, legt sie sich nun auch ab und zu davor oder gesellt sich für eine kurze Zeit in die Küche zu den anderen Hunden und zur Familie. Sie holt sich auf diese Art und Weise kleine Auszeiten. Wasser und Futter stehen immer für sie bereit. Sie möchte recht häufig einmal kurz in den Garten, tagsüber weniger häufig aber in der Nacht derzeit ca. alle 1,5 – 2 Stunden. Wenn sie zurück kommt, wird sie mit warmem Wasser und einem Tuch gereinigt, bevor sie wieder in die Wurfbox gehen darf.

Maja und Emily durften bereits das Welpenzimmer betreten und einen Blick auf die Welpen werfen. Wir lassen aber weder Maja noch Emily länger im Welpenzimmer, da Quincey einfach ihre Ruhe haben soll.

Wir bieten Quincey und den kleinen Rackern einen 24-Stunden-Service und sind immer im Welpenzimmer oder in unmittelbarer Nähe – auch in der Nacht schlafen wir bei der jungen Flat-Familie.


Neoatale Phase 1. und 2. Lebenswoche (22.4. - 5.5.2015)

Welpen sind Nesthocker und benötigen daher eine intensive Brutpflege seitens der Hundemutter. Unsere Aufgabe besteht darin, für eine optimale Pflege der Hündin und eine ideale Umgebung der Welpen zu sorgen. Die Hygiene spielt eine sehr große Rolle. So wird das Welpenzimmer und die Wurfbox mehrmals täglich gründlich gereinigt. Kommt Quincey vom Garten zurück, wird sie ebenfalls zunächst einmal gesäubert. Auch muss die Temperatur im Welpenzimmer hoch genug sein, da die Welpen ihre Temperatur noch nicht regulieren können. Wir haben ca. 25 °C.

Die Welpen beschränken sich in dieser Phase primär darauf, Milch aufzunehmen und viel zu schlafen. Sie können bereits Wärme empfinden, was dazu führt, dass sie im Lager eng bei der Mutter und bei den Geschwistern bleiben. Zudem können die Welpen mit ihrer Wärmeempfindung das Gesäuge der Mutter leichter finden, da dieses wärmer ist als die übrigen Körperbereiche. Charateristisch für diese Phase ist die Pendelbewegung des Kopfes bei der Suche nach der Milchquelle. Dabei sind Wärmesensoren relevant, die sich im Kopfbereich der Welpen befinden.

Zusammenfassend: Die Welpen können in der neonatalen Phase Wärme empfinden und Pendelbewegungen mit dem Kopf ausführen sowie sich robbend vorwärts bewegen. Die Hundekinder können noch nicht sehen, hören, ihre Wärme noch nicht regulieren und sich noch nicht lösen. Letzteres löst die Mutterhündin aus, indem sie ihre Welpen beleckt.


Die Geburt am 22. und 23. April 2015

Der Geburt ging eine lange Vorbereitungs- und Eröffnungsphase voraus. Quincey nahm bereits einige Tage zuvor ihre Mahlzeiten nur zögerlich und teilweise zur Hälfte zu sich. Am Dienstag, den 21.4. hat sie dann ab Mittag ihr Futter gänzlich verweigert - ein untrügliches Zeichen, dass die Geburt in etwa in den nächsten 12 bis 24 Stunden zu erwarten ist. So war es dann auch, 29 Stunden später kam der erste Welpe zur Welt.

Die ersten beiden Geburten, so wie die fünfte und zehnte Geburt waren nicht leicht. Quincey benötigte viele Presswehen, bevor die Welpen geboren waren und es waren zwei Steißlagen dabei. Der fünfte und zehnte Welpe war je zu Beginn recht lethargisch, hat sich kaum gerührt und deutlich länger als die anderen benötigt, bis der Saugreflex samt Milchtritt eingesetzt hat.

Anbei die Geburtstabelle mit Uhrzeit, Geschlecht, Farbe und Gewicht:

Zeit

Geschlecht

Farbe

Markierung

Gewicht

16:55

Hündin

schwarz

ohne
schwarzes Halsband

470 g

17:45

Rüde

schwarz

hellblau
hellblaues Halsband

460 g

17:56

Rüde

schwarz

hellgrün
grünes Halsband

480 g

18:40

Rüde

schwarz

orange
oranges Halsband

460 g

20:45

Rüde

braun

ohne
dunkelblaues Halsband

380 g

21:17

Hündin

schwarz

rot
rotes Halsband

400 g

21:54

Hündin

schwarz

rosa
rosa Halsband

420 g

22:40

Rüde

schwarz

gelb
gelbes Halsband

440 g

00:55

Hündin

braun

weiß
lachsfarbenes Halsband

410 g

01:45

Rüde

schwarz

weiß
silbernes Halsband

480 g

03:40

Hündin

braun

ohne
braunes Halsband

420 g

04:50

Hündin

schwarz

petrol
lila Halsband

400 g

Alle 12 Welpen sind vital und wohlauf. Quincey ist sehr erschöpft, hat aber diese lange und anstrengende Geburt ganz toll gemeistert. Sie versorgt ihre Babys unermüdlich und liebevoll.