Welpentagebuch F-Wurf *28. März 2020

Hier stellen wir laufend aktuelle Informationen rund um die Entwicklung unseres F-Wurfs ein.


Lebenswoche 1 - 28.03. bis 03.04.2020

Welpen sind Nesthocker und benötigen daher eine intensive Brutpflege seitens der Hundemama. Unsere Aufgabe besteht darin, für eine optimale Pflege der Hündin und eine ideale Umgebung der Welpen zu sorgen. Die Hygiene spielt eine sehr große Rolle. So wird das Welpenzimmer und die Wurfbox mehrmals täglich gründlich gereinigt. Kommt Aika aus dem Garten zurück, wird sie ebenfalls zunächst einmal gesäubert. Auch muss die Temperatur im Welpenzimmer hoch genug sein, da die Welpen ihre Temperatur noch nicht regulieren können. Wir haben ca. 25 °C, ideal ist eine Temperatur in dieser Zeit zwischen 24 und 28 °C. Wir haben die Wurfkiste mit Vetbeds und Leintüchern ausgestattet, zwei Pet-Wärmeplatten und Wärmflaschen ergänzen den Komfort. :-)

Die Welpen beschränken sich in dieser Phase primär darauf, Milch aufzunehmen und viel zu schlafen. Sie können bereits Wärme empfinden, was dazu führt, dass sie im Lager eng bei der Mutter und bei den Geschwistern bleiben. Zudem können die Welpen mit ihrer Wärmeempfindung das Gesäuge der Mutter leichter finden, da dieses wärmer ist als die übrigen Körperbereiche. Charateristisch für diese Phase ist die Pendelbewegung des Kopfes bei der Suche nach der Milchquelle. Dabei sind Wärmesensoren relevant, die sich im Kopfbereich der Welpen befinden.

Zusammenfassend: Die Welpen können in der neonatalen Phase Wärme empfinden und Pendelbewegungen mit dem Kopf ausführen sowie sich robbend vorwärts bewegen. Die Hundekinder können noch nicht sehen, hören, ihre Wärme noch nicht regulieren und sich noch nicht lösen. Letzteres löst die Mutterhündin aus, indem sie ihre Welpen beleckt.

Es ist sehr spannend zu beobachten, wie mobil und zielstrebig die kleinen Racker sich zur "Milchbar" von Aika bewegen. Alle sechs Welpen zeigen sich geschickt beim Säugen und in den Ruhephasen dazwischen sehr relaxed. In der ersten Lebenswoche gibt es verschiedene "Herausfordungen"  bzw. "Anforderungen" bzgl. der Wurfbetreuung. Auch liebt es Aika ab dem 3. Tag, zwischen ihren Säugephase in den Garten zu gehen, um dort durch die feuchte Wiese zu streifen, um sich dort in eine der fein kühlen "vermeintlichen Wurfhöhlen" (die bevorzugterweise aus Erde bestehen) zu legen/zu suhlen. Dies ist insofern "spannend", da es die Welpen besonders in den ersten drei Lebenswochen, trocken, sauber und warm haben sollten. Aika geht in dieser ersten Woche jede Nacht ein- bis zweimal hinaus, tagsüber häufiger. Das bedeutet jedes Mal, wenn sie wieder herein kommt, muss sie gründlich abgeputzt und trocken gerieben werden, bevor sie wieder zu ihren Zwergen darf.

Aika lässt die anderen Hündinnen in den ersten Tagen noch nicht gern ins Welpenzimmer.  Daher sorgen wir dafür, dass sich die anderen Hündinnen nicht im Welpenzimmer aufhalten - dafür haben wir eine Gittertür montiert.

24/7 - Wir betreuen Aika und ihre Babys rund um die Uhr. Tagsüber ist immer jemand von uns im oder nahe beim Welpenzimmer und in der Nacht schläft jemand von uns im Welpenzimmer.  Es sind auch in der Nacht Reinigungsarbeiten zu erledigen, Vetbeds/Leinzücher zu tauschen, Aika  benötigt Futter und muss hinaus in den Garten (dann wieder sauber hinein zu den Welpen).

Schön ist, dass sich die Zwerge gut entwickeln, zielstrebig und ausgiebig trinken, mobil und vital sind und in den Trinkpausen fein zur Ruhe kommen. Und Aika geht es sehr gut. Sie ist sehr fürsorglich mit ihren Babys und kümmert sich Tag und Nacht liebevoll um sie. Sie hat ein schönes, glänzendes Fell und haart GsD nicht ab. Wir freuen uns sehr darüber und sehen der zweiten Lebenswoche mit Spannung entgegen.

Lebenswoche 2 - 04.04. bis 10.04.2020

Im Laufe der zweiten Lebenswoche haben die Welpen enorme Entwicklungsschritte vollzogen: Das Robben der ersten Lebenswoche hat sich zu ersten wackeligen Gehversuchen gemausert, die Augen haben begonnen sich zu öffnen, es gibt erste Reaktionen auf Geräusche. Zudem suchen sich die Zwerge in der Wurfbox gezielter für sie angenehme Ruheplätze - ganz unterschiedlich: manch eine/r liegt gerne auf bzw. an einer Wärmflasche, manch eine/r unter dem Welpenschutz, manch eine/r mitten in der Wurfbox, manch eine/r mit dem Rücken zur Wand der Wurfbox und/oder sie kuscheln sich gerne an ihre Wurfgeschwister. Auch die Schlafpositionen sind verschieden: von der Rückenlage über die Seiten- und Bauchlage ist alles vertreten. Sie "kraxeln" auch bereits auf die 4 cm hohe Sabro-Matte - dort liegt es sich halt besonders fein. Auch die "Sprache" der Kleinen hat sich entwickelt, sie geben in spezifischen Situationen spezifische Laute von sich: Auf der Suche nach dem feinsten Ruheplatz, auf der Suche nach der Milchquelle oder nach dem Trinken beim "Schlafrankeln" ist ein kleines Laut-Spektrum zu vernehmen - das reicht vom "Welpen-Winseln" über unterschiedlich lautes Raunzen bis hin zu wohligem Grunzen. Die motorischen Fähigkeiten haben sich auch anderweitig verändert, so können die Welpen sich hin- und herrollen und ihre Köpfe deutlich und länger in die Höhe halten zum Wittern und Navigieren.

Alle haben schön an Gewicht zugenommen, die Gewichtstabelle zeigt recht homogenes Spektrum - die Gewichtsverteilung zeigt keine allzu großen Unterschiede. Wir wiegen die Welpen derzeit ein Mal täglich, um zu sehen, ob alle regelmäßig und genug zunehmen. Diesbezüglich beobachten wir durchaus an verschiedenen Tagen bei den Welpen Unterschiede, es gibt Tage an denen die einzelnen Welpen etwas mehr und Tage an denen sie weniger zunehmen.

Aika geht es sehr gut, sie hat nach wie vor schönes, glänzendes Fell und frisst ja bereits seit Beginn der ersten Lebenswoche der Welpen auch wieder ihr normales Futter. :-) Sie bekommt mehrmals täglich Futter, Tag und Nacht. Ihre momentanen Futterzeiten sind unterschiedlich, sie zeigt an, wenn sie etwas benötigt. Aikas Futter-Bedarf steigt derzeit mit dem Wachstum der Welpen. Natürlich ist ihre Milch sehr nahrhaft, dennoch benötigen die kleinen Racker ordentliche Mengen, die Aika produzieren muss. Aktuell frisst sie ca. die drei- bis vierfache Menge ihrer üblichen Tagesration - das Motto: "all you can eat."

Die allermeiste Zeit verbringt Aika im Welpenzimmer und in der Welpenbox. Sie kümmert sich liebevoll und unermüdlich um die Kleinen: sie dürfen trinken, werden versäubert, sie dürfen bei ihr kuscheln und schlafen. Oftmals schlafen die Welpen gleich nach dem Trinken direkt bei Aika ein und erleben die wohltuende Wärme der Hundemama. Es herrscht viel Ruhe in dem Wurf und es ist unglaublich fein, Zeit in der Wurfbox und im Wurfzimmer zu verbringen. Ab und zu verlässt Aika auch das Welpenzimmer, um sich - ganz in der Nähe und bei geöffneter Tür, so dass sie jederzeit Zugang hat - auf den kühlen Fliesen im Hausgang oder im Schatten auf der Terrasse auszuruhen. Manchmal zieht es sie auch in den Garten zu den vermeintlichen Wurfhöhlen, an denen sie immer noch fallweise weiter arbeitet. Die anderen Hündinnen aus unserem Rudel dürfen alle in das Welpenzimmer, Aika ist diesbezüglich sehr großzügig. Emily interessiert sich nicht für die Kleinen, Quincey war bereits bei ihnen und hat einen Blick über die Wand der Wurfbox geworfen und Mali durfte an der Leine schon einmal an den kleinen Rackern schnüffeln.

Lebenswoche 3 - 11.04. - 17.04.2020

Das Nervensystem entwickelt sich sozusagen entlang des Körpers, beginnend beim Kopf. Dort sind die elementarsten Sinnesorgane sowie das Gehirn angesiedelt. Der Welpe kann zunächst lediglich Pendelbewegungen mit dem Kopf ausführen und mühsam vorwärts robben. In einem nächsten Schritt kann das Hundekind den Kopf positionieren und halten, dann die Vorderbeine aufstellen und die Hinterbeine nachziehen, bevor auch diese aufgestellt werden können. Am Ende der dritten Lebenswoche sind die Welpen in der Lage zu hören, zu sehen, Wärme zu regulieren, ihre  Muskulatur zu koordinieren, bereits erste eigene Neugier zu befriedigen sowie sich eigenständig zu lösen. Zudem entwickelt sich das Milchgebiss, die ersten Zähnchen zeigen sich und sind sehr spitz. Die Entwicklung des Milchgebisses dauert etwa bis zum vierten Lebensmonat an. Erste Spielchen mit den Wurfgeschwistern lassen sich ebenso beobachten wie Knabberversuche anderer Art.

Da die Kleinen nun deutlich aktiver sind, gibt es Veränderungen in der Umgebung. Sie können im Laufe der 3. Lebenswoche deutlich besser gehen, die Augen und Ohren öffnen sich und sie beginnen uns mehr und mehr wahrzunehmen. Mit diesen Entwicklungsschritten geht einher, dass sich die Welpen von ihrem Liegeplatz fort bewegen, um sich zu lösen. Diese Eigenschaft nutzen wir für die Erziehung zur Stubenreinheit. Dazu differenzieren wir die Unterlagen in der Wurfbox: Wir legen neben die Vetbeds und anderen feinen Liegeplätze Zeitungspapier aus. Diese Strategie zeigt erste Erfolge, die Vedbeds bleiben zunehmend trockener, da die kleinen Racker das Zeitungspapier als Löseplatz gerne annehmen. Wir tauschen dies laufend aus, so dass es immer trocken ist in der Welpenstube. Es ist ein erster Schritt in Richtung Reinlichkeitserziehung.

Es geht Aika und Ihren Kleinen ausgezeichnet. Sie haben sich auch in ihrer 3. Lebenswoche prima entwickelt. Einige Rüden haben auch bereits die
2-kg-Marke geknackt. Wir wiegen die Kleinen aktuell jeden zweiten Tag. Besonders sichtbar wird das Bemühen der Welpen, sich entfernt vom Liegeplatz zu versäubern. Sie gehen von ihren Liegeplätzen zu dem Bereich mit dem Zeitungspapier und lösen sich dort. Vor allem aber gehen sie immer sicherer, sitzen z. T. schon und "betrachten" die Umgebung, spielen ein wenig miteinander und beginnen die Spielsachen in der Wurfbox zu beknabbern. Wenn wir die Wurfbox betreten, um sie zu reinigen, hören und sehen sie uns und werden sogleich munter und aktiv Aika säugt  - und beginnen, uns zu beschnuppern und zu beknabbern.Aika säugt ihre Kleinen nun tagsüber häufiger als in der Nacht und verlässt das Wurfzimmer auch in der Nacht für einige Zeit, um bei uns zu ruhen bzw. zu schlafen. Da sie jederzeit freien Zugang zum Welpenzimmer hat, kann sie die Säuge- und ihre Ruhephasen selbst barrierefrei steuern. Aktuell reinigen wir die Wurfbox zweimal in der Nacht, rund um Aikas Säugephasen. Es ist eine große Freue zu sehen, wie gut sich die Welpen entwickeln und wie entspannt Aika ihren ersten Wurf aufzieht.


Prägungsphase 4. - 7. Lebenswoche (18.04. - 15.05.2020)
& sensible Phase 3. bis 15./16. Lebenswoche (11.04. - 11./18.07.2020)


An dieser Stelle gibt es einige Überschneidungen der verschiedenen Phasen. Man spricht auch von der sensiblen Phase, die von der 3. Lebenswoche bis zur 15./16. Lebenswoche andauert bzw. von der Sozialisierungsphase, die von der 4. bis zur 16. Lebenswoche verläuft. Wir beginnen hier mit der Prägungsphase, da diese sowohl Bestandteil der sensiblen Phase auch Bestandteil der Sozialisierungsphase ist.

Eine Prägung ist in dieser Zeitspanne von entscheidender Bedeutung, da sie nur in diesem Zeitfenster möglich ist. Die Welpen werden auf Menschen, Artgenossen, Gerüche, Geräusche und viele andere Einflüsse geprägt. Eine intensive Beschäftigung mit den kleinen Flatis gehört ebenso zu unseren Tätigkeiten, wie die Bereitstellung verschiedenster Erfahrungsräume (siehe dazu Unsere Zucht). In dieser Phase wird die Qualität der Beziehungen zum Menschen ebenso nachhaltig grundgelegt wie Bindungsfähigkeit, Aggressionsbereitschaft, Motivation, Gesellschaftsbedürfnisse und die Fähigkeit zur Eingliederung in eine Gruppe. Lern- und Erfahrungsräume, Abwechslung und Vielfältigkeit von Reizen spielen hierbei eine große Rolle.

Wir legen allergrößten Wert auf eine möglichst optimale Prägung und Sozialisation unserer Welpen. Daher investieren wir sehr viel Zeit und Mühe in die Aufzucht und in die Bereitstellung vielfältiger Erfahrungsräume - ohne die kleinen Hunde zu überfrachten. Auch hier ist mit Maß und Ziel vorzugehen beziehungsweise: mit Herz und Verstand!

Die kleinen Schwarznasen werden zunehmend aktiver und setzen sich verstärkt mir ihrer Umwelt auseinander. Auch ihre Fähigkeiten verändern sich: sie werden schneller, können ihre Bewegungen besser koordinieren und spielen differenzierter mit ihren Wurfgeschwistern. Wir verbringen viel Zeit mit ihnen, z. B. auch in der Welpenbox und lassen uns von den kleinen Rackern 'entdecken.' Sie sollen möglichst viele positive Erfahrungen mit Menschen machen können.

Vierte Lebenswoche 18. -24.04.2020

In der vierten Lebenswoche hat sich sehr viel getan. Mitte der 4. Lebenswoche gingen wir mit den Welpen das erste Mal in den Welpengarten - am Vormittag, aufgrund der eher kühlen Temperaturen. Die Kleinen nahmen die neue Umgebung sehr gut an. Neugierig erkundeten sie die verschiedenen Untergründe und neue Plätze zum Spielen und rasten. Die Ruheplätze sind fein mit Vetbeds und Wärmflaschen versehen, damit die Kleinen es ja nicht zu kalt hatten. Die Welpen haben schnell gelernt, sich entfernt von den Liegeplätzen zu lösen.

Auch uns Zweibeiner haben die kleinen Racker im Laufe der vierten Lebenswoche vermehrt wahrgenommen und für interessant befunden. Bis Anfang der 4. Lebenswoche war primär die Aika wichtig.

Für die Nacht haben wir den Raum für Liegeplätze etwas erweitert und jenen zur Versäuberung ein wenig reduziert, damit möchten wir die Erziehung zur Stubenreinheit fördern. Im Laufe dieser Woche säugte Aika ihre Welpen bereits weniger oft in der Nacht, ca. alle 3 bis 4 Stunden. Nach jedem Säugen haben wir die Wurfbox gereinigt, d. h. vor allem die von den Welpen besuchten Zeitungsareale gesäubert und mit neuen Zeitungen versehen.

Aika nimmt sich jetzt auch zeitweise etwas längere "Auszeiten" und schläft bzw. ruht außerhalb des Welpenzimmers/Welpengartens - jedoch zumeist mit Blick auf ihre Kleinen. Sie hat die Welpen die gesamten ersten vier Lebenswochen komplett mit ihrer Muttermilch versorgt - ohne jedes Problem. Inzwischen sind auch die Mílchzähne durchgekommen und es wird so langsam versucht alles mögliche anzuknabbern.

Fünfte Lebenswoche 25.04. - 01.05.2020

Die fünfte Lebenswoche war gepägt vom Entdeckergeist. Die Welpen haben ihren Radius und ihre Fähigkeiten deutlich erweitert. Sie gingen in immer größerem Ausmaß auf der Wiese im Welpengarten Gassi, entdeckten die Spielgeräte im Welpengarten mehr und mehr und trauten sich dementsprechend auf das Wackelbrett, die Hängebrücke, die Treppe und auch ein wenig in die Röhren. Im Laufe der fünften Lebenswoche haben die Welpen zunehmend an Geschicklichkeit gewonnen. Sie spielen geschickter und wendiger miteinander, werden deutlich mobiler und tragen das eine oder andere Spielzeug stolz herum. Die Milchzähne sind schon sehr spürbar vohanden, es wird ALLES angeknabbert, was irgendwie geht (Ohren, Finger, Zehen ...)

Mit Beginn der fünften Lebenswoche haben wir einmal täglich zugefüttet, gegen Ende der Woche gab es dann zwei Mahlzeiten täglich von uns (am späten Vormittag und am Abend) - diese nahmen sie jedes Mal gerne an. Interessant ist, dass die Welpen "gesittet" und ruhig fressen. Jede Mahlzeit wird mit einem Doppelfpiff aus der Retrieverpfeife eingeleitet, zudem rufen wir sie immer wieder mit feiner, hoher Stimme und loben sie kräfig, wenn sie dann kommen. Die Mahlzeiten bestanden aus in abgekochtem Wasser eingeweichtem hochwertigen Welpen-Futter, was sie sehr gut vertragen.

Die kleinen Racker nehmen uns nun in hohem Maße wahr, es ist deutlich zu sehen, dass wir ihnen sehr wichtig sind. Sie genießen unsere Gesellschaft, kuscheln sich zu uns, nehmen Kontakt auf und jammern, wenn wir, zB am Abend dann, die Wurfbox verlassen und sie schlafen schicken.

Wir arbeiten sehr am Tag-Nacht-Rhythmus und an der Reinlichkeitserziehung. Das bedeutet, dass sie ihre letzte Mahlzeit gegen 20 Uhr bekommen, dann verbringen wir noch etwas Zeit mit ihnen im Welpengarten und warten, bis sie sich gelöst haben. Anschließend geben wir sie in die Welpenbox, bleiben noch kurz dabei und verlassen dann das Zimmer. In der 5. Lebenswoche ist die Welpenbox zu 3/4 mit Vetbeds und Decken ausgestattet und mit einem nur noch deutlich kleineren Löseplatz mit Zeitungen. Ab dieser Woche gehen wir mit ihnen in der Nacht hinaus zum Lösen. In der ersten Hälfte der 5. Lebenswoche mussten wir noch recht häufig in der Nacht mit ihnen hinaus, teilweise alle 2 - 3 Stunden - entweder, wenn sie gejammert haben oder wenn Aika sie säugen wollte, denn danach müssen sie immer. Die letzten beiden Nächte der 5. Woche waren ruhiger, da mussten wir nur noch ein Mal hinaus, zwischen 1 und 2 Uhr, dann erst wieder ca. um 6 Uhr. Wir sind gespannt, wie sich der Rhythmus weiter entwickelt. Die letzten Nächte der fünften Lebenswoche hat Aika ihre Welpen auch in der Nacht nicht mehr gesäugt, sondern einmal noch später am Abend und dann erst wieder zwischen 7 und 8 Uhr in der Früh. Mit Beginn der fünften Lebenswoche sind wir mit den Welpen täglich von in der Früh bis am Abend draußen - je nach Temperaturen bis ca. 20/21 Uhr.

Unser Rudelzuwachs MALI (Rudi's Malinois-Hündin, derzeit 6 Monate jung) ist reizend mit Aika's Welpen, möchte immer gerne zu ihnen, um zu spielen und sie zu umsorgen. Sie legt sich mitten hinein in das Welpenrudel, lässt sich bekrabbeln und erkunden, legt sich auf den Rücken und ist sehr liebevoll mit ihnen. Es ist ein echtes Schauspiel und das hätten wir auch so nicht erwartet. Natürlich lassen wir sie nie allein, dazu ist Mali noch zu jund und zwischendurch dann vielleicht auch zu ungestüm.

Ab 1. Mai bekommen die Welpen - wohl dosiert und aufgrund der Coronakrise erst jetzt - ihre ersten Besuche von ihren zukünftigen Besitzern und von Personen jeder Altersgruppe. Die Welpenbesuche verändern sich, es kommen auch Hunde zu Besuch und vermehrt auch Kinder und zT ganze Familien - natürlich wohl dosiert, damit es für die Kleinen nicht zu viel wird. Denn die Ruhe im Wurf aufrecht zu erhalten liegt uns sehr am Herzen.

Sechste Lebenswoche 2. - 8. Mai 2020
Tag-Nacht-Rhythmus, Reinlichkeitserziehung, Gelegenheiten für vielfältige Umweltreize, Prägung auf Menschen jeden Alters und auf unbekannte Artgenossen sind nur einige Meilensteine der sechsten Woche unseres E-Wurfes. So haben wir die Welpenbox nun Tag und Nacht geöffnet und die Versäuberungsecke in der Welpenbox geschlossen. Einerseits können die kleinen Racker nun Tag und Nacht drinnen und/oder draußen sein. Im Welpengarten sind Wärmflaschen, Vetbeds, Spielzeug, Spielgeräte und vielfältige Umweltreize aus dem Alltag vorhanden. Auf unserem Nachbargrundstück wird gebaut, diesbezügliche Geräusche aller Art lassen die Kleinen nicht mehr aufhorchen. Interessant ist: Manche bevorzugen es, trotz kühler Temperaturen draußen zu schlummern. Sie stecken sich dann zusammen oder liegen bei den Wärmflaschen. In der Nacht liegen sie alle drinnen und verlassen die Welpenbox nur, um sich zu lösen und kommen dann gleich wieder hinein. Für die Nacht stecken wir einige unserer Welpenzaunelemente zu einem ca. 16 m² großen "Nachtauslauf" zusammen, den wir zur Sicherheit (Fuchs, Raubvögel) auch abdecken. Zu Beginn der Nachtruhe geselle ich mich zu ihnen, bis sie alle eingeschlafen sind. Sollten sie unruhig werden, leiste ich ihnen erneut oder die Nacht über Gesellschaft - das ist jedoch bis jetzt selten der Fall gewesen. Aika schläft in der Nähe der Welpen, am Eingangsbereich des Zimmers oder im nahe gelegenen Stiegenhaus und kann jederzeit zu ihnen, um sie zu säugen oder ihnen Gesllschaft zuleisten. Die Sequenzen zwischen dem Säugen sind inzwischen sehr groß. Wir füttern bereits drei Mahlzeiten zu, in der Früh, zu Mittag und am Abend.

Zu Besuch kommen vor allem auch Artgenossen. Wir bevorzugen Hunde, die Aika und wir gut kennen. Aber auch Zweibeiner kommen nun regelmäßig zu Besuch, unterschiedlichen Alters - natürlich weil es Spaß macht, aber auch, um die Kleinen auf verschiedene "Altersgruppen" vorzubereiten. Unsere MALI ist sehr liebevoll zu den Welpen, so wie es Aika für Maja's Welpen bei ihren Würfen war. Es ist erstaunlich, wie fein sie mit ihnen spielt und umgeht. Sie bringt ihnen Spielzeug, um sie zum Spielen zu animieren, sie legt sich mitten zwischen die Welpenschar und lässt sich beschnuppern, anknabbern usw. Es ist toll mit anzusehen. Die Mali wurde halt auch von Beginn an hier in unserem Flai-Rudel "flatisiert." :-) In den Ruhepausen der Kleinen liegt Mali auch gern in ihrer Nähe und passt auf.

Die Welpen nutzen inzwischen den gesamten Radius des Welpengartens, spielen freudig mit allen Spielgeräten (Hängebrücke, Wackelbrett, Treppe, Röhren, Sandkiste). Auch das Spielzeug findet großen Anklang - vor allem veranstalten sie damit Beutespiele. Sie tragen und schütteln das Spielzeug und spielen miteinander damit.

Nun beginnt auch die Zeit, wo sich heruskristallisieren beginnt, welcher Welpe zu welchem Platz kommt. Im Laufe der 7. Woche wird sich das entscheiden.

Sie machen uns unglaublich viel Freude und der Gedanke daran, dass sie uns schon demnächst verlassen werden, mutet noch etwas fremd an.

Siebte Lebenswoche 9. - 15. Mai 2020

Die siebte Lebenswoche unterscheidet sich nicht maßgeblich von der sechsten Lebenswoche. Wir führen alle bisherigen Sozalisierungsmaßnahmen fort und ergänzen um Ausflüge in neue Umgebungen. So waren wir mit der ganzen Bande samt Aika bereits im Wald unterwegs - Autofahrt inklusive. Wir nahmen sie auch immer wieder einzeln aus dem Welpengarten heraus und erkundeten mit ihnen die - für sie ja fremde - Umgebung rund um unser Haus. Dabei testeten wir die Welpen auch immer wieder darauf, wie sie die für sie fremde Umgebung annhemen, Geräusche, Spiel- und Beutretrieb, Apportierfreude und Erkundung neuer Elemente (Traktor, Hundehänger-Box, Hütte hinterm Haus, Car-Port, Fahrräder, Moped ...).

Der Tag-Nacht-Rhythmus wird gefestigt und wir dürfen recht ruhige Nächte erleben. Die Kleinen bekommen ca. 19:30 Uhr ihre letzte Mahlzeit und dürfen dann noch spielen, bis sie müde werden. In der Zwischenzeit bauen wir den Nachtauslauf auf und entfernen alle Vetbeds und feinen Liegeplätze aus dem Welpengarten, um die Welpen dazu zu animieren, sich nach dem Spielen zur Nachtruhe in die Welpenbox des Welpenzimmers zu begeben. Das funktioneirt ausgezeichnet. Und wenn sie dann alle fein schlummern, schließen wir die Pforten des Nachtauslaufs zum großen Welpengarten und geben die Abdeckung hinauf. Die meisten Nächte verlaufen ruhig, aber wenn mal ein Welpe munter wird und nicht mehr zur Ruhe kommt, leisten wir ihm Gesellschaft, bis er wieder schläft. Aika säugt ihre Kleinen ja in der Nacht nicht mehr, aber sie ist natürlich immer dabei, fall ein Welpi unruhig sein sollte. Die Wurfbox ist in der Früh nahezu trocken, da die Kleinen ja einen Zugang zum Nachtauslauf nach draußen haben und dieses Angebot zum Versäubern auch sehr brav nutzen.

Es kamen in dieser Woche auch Rüden aus unserer Nachzucht zu Besuch: Emilio aus unserem E-Wurf und Djemal aus unserem D-Wurf - mit ihren Zweibeinern natürlich. Die Rüden (Emilio ist 8 Monate, Djemal wird im Juni 2 Jahre) waren so toll mit den Welpen: sie haben vorsichtig mit ihnen gespielt und sich sehr geduldig von den Kleinen bespielen lassen.

Wir füttern die Welpen auch in dieser Woche drei Mal zu. Ergänzend erhalten sie naturale Snacks, z. B. Hühnerhälse.

Nachdem wir mit den Welpen Ausflüge unternommen und sie mehrfach ein wenig "getestet" und natürlich laufend bebachtet haben, fielen Ende der Woche auch die Entscheidungen, zu welchen Menschen die Zwerge kommen. Die "Welpenvergabe" war auch dieses Mal wieder harmonisch unproblematisch. Nun freuen sich die Leut' schone auf IHREN Welpen. Die Namensfindung ist ebenfalls so gut wie abgeschlossen. :-)

Wir sind nun mit einigen Formalitäten beschäftigt: So ist der TA-Besuch mit Chippen und Impfen vorzubereiten, ebenso die anstehende Wurfabnahme durch den ÖRC, der Kaufvertrag vorzubereiten ... Schön ist immer die Zusammenstellung der Welpenpakte, die wir unseren Kleinen und ihren Zweibeinern mitgeben. Das hebe ich mir für die 8. Woche auf :-)



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