Welpentagebuch D-Wurf


Die Geburt

Maja hat es spannend gemacht. Die Verpaarung mit Luca war am 3. und 4. April, so haben wir den Wurf spätestens am 3. Juni (Tag 63) erwartet. Eigentlich 1 - 2 Tage früher, Mama Quincey hat ihre Welpen an Tag 61/62 geboren. Die Zeit vergeht und vergeht, es naht der
1. Juni, der 2. Juni, der 3. Juni und es lassen sich keinerlei Anzeichen für eine herannahende Geburt ausmachen. Da dies am 4. Juni noch recht unverändert ist, bis auf minimale Anzeichen wie vereinzeltes "Nest bauen" im Wurfzimmer oder vereinzeltes Graben an den Wurfhöhlen im Garten, suchen wir am Nachmittag den Tierarzt für einen Ultraschall auf. Wir möchten sicher gehen, dass die Herztöne der Welpen eine vitale Frequenz zeigen und es ihnen gut geht. Einziger Hinweis, dass die Geburt in den nächsten 1 - 2 Tagen einsetzen könnte, war ein Absinken von Maja's Körpertemperatur um 1,5 °C am Vormittag und ein Lösen des Gebärmutterpropfes um 13.30 Uhr. Da dem bis 18.30 Uhr jedoch keinerlei Wehenzeichen (z. B. Hecheln) folgt, suchen wir den Tierarzt auf. Der Ultraschall gibt sehr vitale Herzaktionen der Welpen wieder und eine kleine Öffnung des Muttermundes ist ertastbar. Also entscheiden wir uns noch nichts weiter zu unternehmen. Am 5. Juni ist Maja noch immer sehr ruhig, kein Hecheln und keine vermehrte Unruhe. Um 16 Uhr suchen wir unseren Tierarzt erneut auf und dieser stellt vitale Herzfrequenzen der Welpen fest sowie eine deutlich größere Öffnung des Muttermundes. Daher fahren wir mit Maja heim und hoffen auf eine natürliche Geburt in der Nacht, was tatsächlich auch der Fall war.

Im Laufe des Abends sind Maja die Wehen deutlich anzumerken, ihre Bewegungen und Rutenhaltung deutet an, dass der erste Welpe nicht mehr lange auf sich warten lässt. Nur: Sie möchte nicht in der Wurfkiste bleiben (obwohl diese wirklich geräumig ist und fein ausgestattet mit Vetbeds, Kissen usw.). Also gehen wir mit ihr an der Leine in den Garten, vielleicht muss sie sich ja noch einmal lösen. Nein, wieder Anzeichen, dass Welpe Nr. 1 am Weg ist. Erneut gehen wir mit ihr hinein in die Wurfkiste. Maja setzt sich hin und es kommt keine Presswehe mehr. Nun geben wir endgültig nach und begeben uns mit ihr an der Leine und mit Leintüchern (und weiteren Utensilien) in den Garten, wo nahe unserer Haselnusshecke kurz danach ein kräfiger Rüde auf unseren Leintüchern, im Gras, das Licht der Welt erblickt. Maja öffnet die Fruchthülle, nabelt den Rüden ab, beleckt ihn und stubst ihn ein wenig mit ihrem Fang "vital." Alles sehr instinktsicher, ohne jede Komplikation. Wir tragen ihn hinein, Maja folgt uns und die übrigen sieben Welpen erblicken in der Wurfkiste das Licht der Welt. Alle beginnen nach und nach zu saugen und Maja umsorgt sie liebevoll. Wir sind überglücklich, dass alle 8 Welpen gesund und munter sind und unsere Maja die Geburt so gut und problemlos gemeistert hat. :-) Das Durchschnittsgewicht: 425g.


Neonatale Phase 1. und 2. Lebenswoche (05. 06. - 19. 06. 2018)

Beginn der ersten Lebenswoche - 5. Juni 2018

Welpen sind Nesthocker und benötigen daher eine intensive Brutpflege seitens der Hundemutter. Unsere Aufgabe besteht darin, für eine optimale Pflege der Hündin und eine ideale Umgebung der Welpen zu sorgen. Die Hygiene spielt eine sehr große Rolle. So wird das Welpenzimmer und die Wurfbox mehrmals täglich gründlich gereinigt. Kommt Maja vom Garten zurück, wird sie ebenfalls zunächst einmal gesäubert. Auch muss die Temperatur im Welpenzimmer hoch genug sein, da die Welpen ihre Temperatur noch nicht regulieren können. Wir haben ca. 25 °C, ideal ist eine Temperatur in dieser Zeit zwischen 24 und 28 °C.

Die Welpen beschränken sich in dieser Phase primär darauf, Milch aufzunehmen und viel zu schlafen. Sie können bereits Wärme empfinden, was dazu führt, dass sie im Lager eng bei der Mutter und bei den Geschwistern bleiben. Zudem können die Welpen mit ihrer Wärmeempfindung das Gesäuge der Mutter leichter finden, da dieses wärmer ist als die übrigen Körperbereiche. Charateristisch für diese Phase ist die Pendelbewegung des Kopfes bei der Suche nach der Milchquelle. Dabei sind Wärmesensoren relevant, die sich im Kopfbereich der Welpen befinden.

Zusammenfassend: Die Welpen können in der neonatalen Phase Wärme empfinden und Pendelbewegungen mit dem Kopf ausführen sowie sich robbend vorwärts bewegen. Die Hundekinder können noch nicht sehen, hören, ihre Wärme noch nicht regulieren und sich noch nicht lösen. Letzteres löst die Mutterhündin aus, indem sie ihre Welpen beleckt.

Es ist sehr spannend zu beobachten, wie mobil und zielstrebig die kleinen Racker sich zur "Milchbar" von Maja bewegen. Alle acht Welpen zeigen sich geschickt beim säugen und in den Ruhephasen dazwischen sehr relaxed.

Beginn der zweiten Lebenswoche - 12. Juni 2018

Die erste Woche verging wie im Flug. Alles hat sich schön eingespielt: Maja hat sich sehr gut in ihrer neue Rolle eingefunden und umsorgt ihre acht Babies liebevoll, rund um die Uhr. Die ersten beiden Tage hat sie die Wurfbox kaum verlassen. Inzwischen liegt sie hin und wieder vor der Wurfbox und geht auch gerne einmal hinaus in den Garten. Und sie hält das "Nest" sehr rein, versäubert die Welpen und ihre Umgebung.

Am 10. Juni haben wir allen das erste Mal die Krallen geschnitten. Es ist erstaunlich, wie geschickt die Hundekinder sind. Instinktsicher robben sie zur Wärme und Muttermilch. Sie haben schöne Fortschritte gemacht und werden immer mobiler. Sie bewegen sich schneller und beginnen bereits damit, sich auf die Vorderläufe zu stemmen, noch etwas wacklig natürlich, aber immerhin. Zu beobachten war das heute bei dem roten und grünen Rüden, der schwarze Rüde (ohne Farbmarkierung) ist für kurze Zeit gesessen. Alle haben Tag für Tag zugenommen, siehe dazu auch die aktuelle Gewichtstabelle oben.

Hope 6.6.2018 - 12-6-2018

Leider gibt es in der Aufzucht auch immer sehr traurige Momente. Diese gibt es nun bei uns. Der letztgeborene Welpe, eine Hündin (Hündin WEISS) verstarb gestern Abend. Sie war schon bei der Geburt sehr schwach, hat sich die Tage darauf aber gut entwickelt. Die Kolik, die sie vorgestern ereilte, hat ihr trotz rascher Tierarzt-Behandlungen und Medikationen zu sehr zugesetzt. Wir sind unendlich traurig, dass wir sie gehen lassen müssen. Sie ist uns gerade aufgrund ihren schweren Starts sehr ans Herz gewachsen. Trotz sieben vitaler Welpen wirkt die Wurfbox jetzt lerr. Sie fehlt uns, die kleine Hündin. R.I.P. liebe Hope.


Zur zweiten Lebenswoche - 19. Juni 2018

Nun ist die zweite Lebenswoche vorüber und es hat sich sehr viel getan, die Welpen haben sich enorm entwickelt. Sie haben ihr Geburtsgewicht mehr als verdoppelt, alle haben im Laufe dieser Woche ihr Augen geöffnet und begonnen - wenn auch noch recht wacklig - zu gehen. Zudem reagieren sie nun auf Geräusche, d. h. auch die Ohren haben begonnen sich zu öffnen. Wenn Mama Maja zum Beispiel etwas trinkt oder frisst (ihr Trink- und Fressnapf steht direkt bei der Wurfkiste), wachen sie nach und nach auf und beginnen sie zu suchen - begleitet von entsprechenden Lauten. Seit gestern lösen sie sich auch (pieseln) und gehen dazu von ihrem Liegeplatz zu dem mit Zeitungspapier ausgelegten Teil der Wurfkiste. Auch wenn der Staubsauger ertönt, kommt Bewegung in das kleine Welpenrudel, manche gehen herum, manche schlafen weiter. Manchmal setzten sie sich auf und schauen nach oben, wenn sie unsere Stimmen hören. Wir haben den Welpen in dieser Woche zudem die Krallen geschnitten und sie entwurmt. Das Angebot in der Wurfkiste ist nun etwas größer, es gibt dort neben Vetbeds und Zeitungspapier auch Liegekissen und Wärmflaschen inmitten der Wurfkiste. Es beginnt morgen die dritte Lebenswoche - die Übergangsphase.


Übergangsphase 3. Lebenswoche (20. - 26. 06. 2018)

Das Nervensystem entwickelt sich sozusagen entlang des Körpers, beginnend beim Kopf. Dort sind die elementarsten Sinnesorgane sowie das Gehirn angesiedelt. Der Welpe kann zunächst lediglich Pendelbewegungen mit dem Kopf ausführen und mühsam vorwärts robben. In einem nächsten Schritt kann das Hundekind den Kopf positionieren und halten, dann die Vorderbeine aufstellen und die Hinterbeine nachziehen, bevor auch diese aufgestellt werden können. Am Ende der dritten Lebenswoche sind die Welpen in der Lage zu hören, zu sehen, Wärme zu regulieren, ihre  Muskulatur zu koordinieren, bereits erste eigene Neugier zu befriedigen sowie sich eigenständig zu lösen. Zudem entwickelt sich das Milchgebiss, die ersten Zähnchen zeigen sich und sind sehr spitz. Die Entwicklung des Milchgebisses dauert etwa bis zum vierten Lebensmonat an. Erste Spielchen mit den Wurfgeschwistern lassen sich ebenso beobachten wie Knabberversuche anderer Art.

20. Juni 2018 - Entwicklung

Es ist erstaunlich, wie rasch sich die Welpen entwickeln. Seit heute nehmen sie uns bewusst wahr, z. B. wenn wir bei  ihnen in der Wurfkiste sind. Sie kommen auf uns zu, beschnuppern uns vorsichtig und zeigen verschiedene andere Reaktionen. Beispielsweise hat Mrs. Orange bei der Kontaktaufnahme mit mir - schon sehr flattypisch - ein wenig mit ihrer kleinen Rute gewedelt. Die Kleinen nehmen auch ihre Wurfgeschwister nun anders wahr, erste kleine Spielmomente sind zu beobachten. Mr. Red hat zum Beispiel Mr. Black ein wenig den Fang beschnuppert bzw. ganz leicht beleckt und Mr. Blue hat sich im Rahmen eines kleinen Spiels entspannt vor Mr. Green auf den Rücken gelegt. Die kleinen Racker haben ja von Geburt an viel Kontakt untereinander, sie liegen jedoch dabei primär Übereinander oder nebeneinander. Jetzt erscheint die Kontaktaufnahme begleitet von der Fähigkeit zu sehen und daher gezielter.


Prägungsphase 4. - 7. Lebenswoche (27. 06. - 24. 07. 2018)
& sensible Phase 3. bis 15./16. Lebenswoche (20. 06.  - 19./26. 09. 2018)


An dieser Stelle gibt es einige Überschneidungen der verschiedenen Phasen. Man spricht auch von der sensiblen Phase, die von der 3. Lebenswoche bis zur 15./16. Lebenswoche andauert bzw. von der Sozialisierungsphase, die von der 4. bis zur 16. Lebenswoche verläuft. Wir beginnen hier mit der Prägungsphase, da diese sowohl Bestandteil der sensiblen Phase auch Bestandteil der Sozialisierungsphase ist.

Eine Prägung ist in dieser Zeitspanne von entscheidender Bedeutung, da sie nur in diesem Zeitfenster möglich ist. Die Welpen werden auf Menschen, Artgenossen, Gerüche, Geräusche und viele andere Einflüsse geprägt. Eine intensive Beschäftigung mit den kleinen Flatis gehört ebenso zu unseren Tätigkeiten, wie die Bereitstellung verschiedenster Erfahrungsräume (siehe dazu Unsere Zucht). In dieser Phase wird die Qualität der Beziehungen zum Menschen ebenso nachhaltig grundgelegt wie Bindungsfähigkeit, Aggressionsbereitschaft, Motivation, Gesellschaftsbedürfnisse und die Fähigkeit zur Eingliederung in eine Gruppe. Lern- und Erfahrungsräume, Abwechslung und Vielfältigkeit von Reizen spielen hierbei eine große Rolle.

Wir legen allergrößten Wert auf eine möglichst optimale Prägung und Sozialisation unserer Welpen. Daher investieren wir sehr viel Zeit und Mühe in die Aufzucht und in die Bereitstellung vielfältiger Erfahrungsräume - ohne die kleinen Hunde zu überfrachten. Auch hier ist mit Maß und Ziel vorzugehen beziehungsweise: mit Herz und Verstand!

Die kleinen Schwarznasen werden zunehmend aktiver und setzen sich verstärkt mir ihrer Umwelt auseinander. Auch ihre Fähigkeiten verändern sich: sie werden schneller, können ihre Bewegungen besser koordinieren und spielen differenzierter mit ihren Wurfgeschwistern. Wir verbringen viel Zeit mit ihnen, z. B. auch in der Welpenbox und lassen uns von den kleinen Rackern 'entdecken.' Sie sollen möglichst viele positive Erfahrungen mit Menschen machen können.

27. Juni 2018 - Was tut sich ...

Das Gewicht der Welpen entwickelt sich sehr gut, einige steuern bereits auf 2 kg zu. Bisher angezeigte Gewichtsdifferenzen sind nach wie vor vorhanden, das stärkste Gewicht hat Mr. ROT mit 1910 g, am zartesten ist Mr. BLACK mit 1520 g. Maja versorgt ihre Kleinen bis dato nach wie vor mit Muttermilch, wir mussten noch nicht zufüttern. Sie erfreut sich bester Gesundheit und hat keinerlei Schwierigkeiten mit der Milchleiste, keine Gesäugeentzündung o. Ä. Auch ist ihr "Milchvorrat" sehr gut, so dass sie ihre Babys problemlos versorgen kann. Ihre "Auszeiten" werden immer länger, Maja verweilt gerne im Garten im kühlen Gras, auf den Steinen der Terrasse oder auf den kühlen Fliesen im Hausgang. Es ist faszinierend, wie instinktsicher sie den Rhythmus vorgibt zwischen Trink- und Ruhephasen. Sie macht es  ihrer Mama Quincey gleich: Wenn es Zeit ist zu füttern, geht sie in die Wurfkiste zu den Welpen, weckt sie und verlässt - unter großem Protest ihrer Kleinen - gleich wieder die Wurfkiste, damit sich die Babys lösen, bevor sie trinken dürfen. Auch geht Maja gerne mit auf den einen oder anderen kleinen Spaziergang - nach den Mahlzeiten versteht sich und nur bei uns in der unmittelbaren Umgebung.

Welpenbox mit geöffnetem Welpenauslauf


Interessant ist, dass es dieser Wurf nicht eilig hat ... das war schon bei der Geburt so und scheint sich nun fortzusetzen :-) Denn der an den Wurfbox angeschlossene Welpenauslauf steht seit 4 Tagen offen und nur sehr vereinzelt "verirrt" sich ein kleiner Racker dort hinein, am liebsten schlafen und spielen sie bis dato in der Welpenbox (linker Teil).



Die kleinen Racker nehmen uns im Laufe der Woche immer konkreter wahr und tapsen auf uns zu, sobald jemand die Wurfbox betritt. Sie beschnüffeln uns und probieren die eine oder andere Hürde (z. B. ein Bein oder einen Fuß) zu überwinden bzw. darauf Platz zu nehmen für ein Nickerchen.


4. Juli 2018 - zur vierten Lebenswoche

Seit Samstag, den 30. Juni, sind die Welpen tagsüber draußen im Welpengarten. Dort finden sie verschiedene Bodenbeläge vor (Rasen, Steine, Gitterrost) und nach und nach auch Spielgeräte, die primär aus Holz gefertigt sind - maßgeschneidert von unserem Nachbarn, dem Tischler: eine Hängebrücke, eine flache Stiege, ein Schaukelbrett. Aber es gehören auch Röhren und später dann ein kleines Wasserbad dazu. Derzeit bevölkern die Kleinen primär den Platz unter der Sitzbank, im Eck. Vetbeds, Kennel und diverse andere Dinge (Spielzeug aus Tau z. B.) sollen ihnen Abwechslung bieten und Impulse geben.

Eine tägliche Mahlzeit gehört nun auch zum Verwöhnprogramm. Es ist erstaunlich, wie geschickt die Welpen bereits Futter zu sich nehmen können. Frisches Trinkwasser steht ebenfalls parat und wird noch vorsichtig, aber gerne, probiert.

Die kleinen Racker haben auch begonnen aktiv miteinander zu spielen, sie zupfen sich an den Ohren, ziehen Mama Maja und Amme Aika am Schwanz usw. Sie haben es fortlaufend lustiger miteinander. Auch erkunden sie - wenn auch vorsichtig - zunehmend mehr die bereit gestellten Spielgeräte.

11. Juli 2018 - zur fünften Lebenswoche

Gestern wurden die Kleinen 5 Wochen alt und die sechste Lebenswoche hat nun begonnen. In der 5. Lebenswoche hat sich einiges getan und die Welpen konnten viele neue Erfahrungen sammeln. Wir sind ja seit dem 30. Juni täglich von ca. 6 Uhr in der Früh bis zum Abend mit ihnen im Welpengarten, bei jedem Wetter. Es gibt zudem einen freien Zugang vom Welpengarten ins Haus zur Wurfbox mit Welpenauslauf. Inzwischen bekommen sie täglich zwei Mahlzeiten von uns, die freudig angenommen werden. Den Komm-Pfiff (Doppelpfiff mit der Retrieverpfeife) wende ich bei jeder Mahlzeit an. Maja säugt sie natürlich nach wie vor regelmäßig, aber in größeren Abständen. Die erste Mahlzeit bekommen sie gegen Mittag, die zweite am Abend.

Die kleinen Racker sind inzwischen mit vielen Geräuschen und Geräten vertraut: Verkehrsgeräusche aller Art, Rasenmäher, Motorsäge, Sprenggeräusche des Steinbruchs in der Nähe (recht gedämpft aber gut hörbar), Haushaltsgeräte wie Staubsauger, Kaffeemaschine, Besen ... Sie zeigen sich in Bezug auf Geräusche, auch neue Geräusche respektvoll aber nicht ängstlich. Manche Dinge finden sie interessant und begutachten sie neugierig. Auch die meisten Wetterlagen gehören inzwischen zum Repertoire der Welpen, wir hatten, seit wir den Welpengarten bezogen haben, vom strahlenden Sonnenschein über Wind, heftigen Regen bis hin zu leichten Gewittern alles dabei. Zweibeiner der verschiidensten Altersgruppen durften die kleinen Flatis inzwischen, dosiert versteht sich, besuchen. So hat uns letzte Woche eine kleine Kindergartengruppe besucht, auch kamen die zukünftigen Welpen-Menschen bereits mehrfach zu Besuch.

Mrs. Lila

Diverse Welpenspielgeräte laden im Welpengarten (Hängebrücke, Wackelbrett, kleine Treppe, Rampe, Tunnel, Tauspielzeuge) zur Erweiterung des Erfahrungsschatzes ein. Nach und nach erkunden die Kleinen alle Gerätschaften und machen davon mehr und mehr Gebrauch. Auch Kennel stehen zur Verfügung. Verschiedene Bodenbläge (Steinboden, Rasen, Gitterrost, Gummimatten) gehören ebenfalls zum Welpengarten. Insgesamt herrscht viel Ruhe in dem Wurf, zwischen den häufiger werdenden Spielphasen, ruhen und schlafen die Welpen sehr viel. Eine Besonderheit gibt es bei diesem Wurf, denn Aika, unsere jüngste Flat-Hündin, steht als Amme zur Verfügung. Sie wurde gut zwei Wochen nach Maja's Verpaarung mit Luca läufig und produierte tatsächlich "zeitgerecht" für eine Ammentätigkeit Milch. Sie hat die Kleinen nicht nur zeitweise mit Milch versorgt, sondern wacht tagsüberüber die meiste Zeit auf einem erhöhten Platz über die Welpen und spielt sehr viel und sehr reizend und liebevoll mit ihnen. Ich habe trotz Ziehen am Ohr oder an der Rute oder einer "Belagerung" noch nie den leistesten Knurrer gehört. Aika umsorgt die Kleinen als es ihre eigenen. Tagsüber. Somit kann Maja sich am Tag zwischen ihren Säuge- und Spielzeiten sehr gut ausruhen. In der Nacht ist es umgekehrt: Aika schläft oben bei uns und Maja wacht vor dem Welpenzimmer und kümmert sich in der Nacht um ihren Nachwuchs. Die Körpersprache zwischen Maja und Aika sowie die gesamte Situation (Maja als Mama und Aika als Kindermadl) und das Verhalten beider Hündinnen ist unwahrscheinlich interessant zu beobachten und zu erleben. Vor 3 Tagen haben wir begonnen, den Babys einen Tag-Nacht-Rhythmus anzugewöhnen. Sie kommen zwischen 20 und 21 Uhr ins Haus, in die Wurfkiste mit Welpenauslauf - nach der letzten Mahlzeit und Spielphase. Die Tür zum Welpenzimmer schließen wir dann, bis Maja uns weckt, weil sie die Kleinen versorgen möchte - das war bisher ca. um 01:30 Uhr der Fall - bzw. stelle ich meinen Wecker in jedem Fall auf 01:30 Uhr, um nach den Welpen zu sehen. Die "benutzten" Zeitungen tausche ich durch neue aus. Am Morgen um 5 Uhr sehe ich erneut nach ihnen und bereite alles im Welpengarten vor (neue Vetbeds, Wärmflaschen usw.). Sobald sie munter sind, dürfen sie den Welpengarten bevölkern. Zur Reinlichkeitserziehung: Eine Seite der Wurfkiste ist nur mit Vetbeds und Decken ausgelegt und die andere Seite nur mit Zeitungspapier. Die Babys nutzen schon sehr brav die Zeitungssseite in der Nacht. Auch tagsüber im Welpengarten lösen sie sich großteils ausschließlich in der Wiese. Nun sind wir sehr gespannt auf die weitere Entwicklung der Welpen in der dieser sechsten Lebenswoche.

24. Juli 2018 - zur sechsten und siebten Lebenswoche

Tag 49. Nun beginnt die achte Lebenswoche unseres D-Wurfes. In den letzten beiden Wochen hat sich sehr viel getan. Die Kleinen sind nun gechippt und geimpft. Sie waren sehr brav beim Tierarzt und haben zwischen dem Chippen und Impfen im Behandlungsraum geruht. Nur ein Welpe hat beim Chippen ein wenig gewinselt, alle anderen haben keinen Ton von sich gegeben, beim Impfen waren alle ganz ruhig. :-) Die Spielgeräte im Welpengarten werden zunehmen erkundet und verwendet, so laufen die Welpen durch die Tunnel, balancieren am Wackelbrett und über die Hängebrücke und benutzen die kleine Holzstiege. Auch die Buddelecke unter dem Baumhaus findet großen Anklang. Wasser ist nicht nur zum Trinken da, Plantschen im Wasserbecken - und im Trinknapf! - finden sie großartig.

Es ist den kleinen Flatis deutlich anzumerken, dass sie sehr menschenbezogen sind. Sobald von uns jemand in den Welpengarten kommt, stehen sie (vereinzelt oder mehrere) auf und kommen freudig auf uns zu. Setzen wir uns zu ihnen auf den Boden, werden wir mit Schlabberbussis und Knabbereien (am Ohr und überall wo man hinkommt) erfreut. Auchin Ruhephasen legen wir uns gern zu ihnen und es dauert nicht lange, dann liegen sie eng um uns herum oder an uns dran oder auf uns drauf (wo es geht und halbwegs bequem ist). :-)

Der Hunger steigert sich, mit Beginn der achten Lebenswoche bekommen sie vier Mahlzeiten am Tag von uns. Sie teilen ihre Mahlzeiten auch gerne mit Mama Maja oder Nanny Aika. Dann futtern alle zusammen und was sie mögen, manche Welpen nutzen die Gunst der Stunde und trinken bei Mama während sie sich an der Mahlzeit beteiligt. Trinken macht sowieso am meisten Spaß, wenn möglichst viele zugleich aus dem gleichen Trinknapf trinken. :-)

COOPER


Beeindruckend war der gestrige "Ausflug" in ein neues Areal mit einem Spezialangebot: Fasanfeder, kleines Welpendummy, kleines Felldummy. ALLE haben die Fasanfeder apportiert, die meisten auch das Dummy und Felldummy. Sie haben die neue Umgebung neugierig erkundet und den Traktor, Fahrräder, das Moped, die Kräuterschnecke, das Auto usw. interessiert beschnüffelt und begutachtet. Es hat sehr viel Spaß gemacht, dies alles mit den kleinen Fellnasen zu erleben.



Ein Tag-Nacht-Rhythmus hat sich eingespielt, zwischen 21 und 22 Uhr sind alle in der Wurfkiste. Zwischen 1 und 2 Uhr werden sie munter, dann wird die Wurfkiste einmal kurz gereinigt (respektive das benutzte Zeitungspapier durch neues ausgetauscht) und nocht währenddessen schlummern die Kleinen schon weiter. Zwischen 5 und halb 6 in der Früh ist dann wieder alles munter und fit für den Welpengarten. bekommen ihre erste Mahlzeit dann sogleich von Mama Maja und es folgt eine ausführliche Spieleinheit im Welpengarten. Wir füttern ca. um 8, 12, 16 und 20 Uhr. Die runden Welpenfutterschalen und Einzelnäpfe wechseln sich ab, damit sie sie gewöhnt werden. Am liebsten futtern sie alle zusammen aus den runden Welpenfutterschalen. :-)


Winnie und die Kleinen :-)


Zudem hatten wir fellnasigen Besuch: Charlie und Cody waren mit Winnie (ein Golden) zu Besuch im Welpengarten. Die Kleinen fanden die "Neuen" prima und diese wiederum ließen die Annäherungen der Kleinen sehr geduldig über sich ergehen. Eine tolle Erfahrung für die Welpen. Vielen Dank Claudia, Tatjana und Magdalena!